Niederschlag: Definition in der Chemie
Niederschlag: Ein unlöslicher Feststoff, der sich bei einer chemischen Reaktion aus einer Lösung bildet. Als Verb bedeutet „ausfallen“, sich als Feststoff aus der Lösung abzuscheiden.
Ein Niederschlag entsteht, wenn zwei Lösungen gemischt werden und einige ihrer Ionen eine Verbindung bilden, die sich in Wasser nicht löst. Er kann als Trübung, als farbiger Feststoff oder als Schicht auftreten, die sich am Boden absetzt. Chemiker nutzen Fällungsreaktionen, um Ionen nachzuweisen, Schadstoffe aus Wasser zu entfernen und Pigmente herzustellen, und Löslichkeitsregeln helfen vorherzusagen, wann ein Niederschlag entsteht.
Beispiele
- Silbernitrat + Natriumchlorid ergibt weißes Silberchlorid (AgCl)
- Blei(II)-nitrat + Kaliumiodid ergibt leuchtend gelbes Bleiiodid (PbI₂)
- Kalkseife entsteht, wenn Seife mit Calciumionen im harten Wasser reagiert
- Kalkwasser trübt sich mit CO₂, weil sich Calciumcarbonat (CaCO₃) bildet
Im Periodensystem
Die Löslichkeit hängt von den beteiligten Ionen ab: Verbindungen der Metalle der Gruppe 1 sind fast immer löslich, deshalb bilden sie selten Niederschläge.