Gangart: Definition in der Chemie
Gangart: Das unerwünschte Gestein und Mineral, das in einem Erz mit dem wertvollen Mineral vermischt ist und bei der Gewinnung des Metalls entfernt werden muss.
Erze sind selten rein: Ein wertvolles Mineral wie ein Eisenoxid oder ein Kupfersulfid ist meist von wertlosem Material wie Quarz, Silicaten und Ton umgeben. Bergbaubetriebe reichern das Erz zunächst an, zum Beispiel durch Flotation, Magnetscheidung oder Waschen, um einen großen Teil der Gangart auszusortieren. Gangart, die beim Verhütten übrig bleibt, wird durch Zugabe eines Flussmittels entfernt, das mit ihr zu einem schmelzflüssigen Abfall, der Schlacke, reagiert.
Beispiele
- Siliciumdioxid (SiO₂) in Eisenerz, das im Hochofen als Calciumsilicat-Schlacke entfernt wird
- Quarz, der Goldadern umgibt
- Ton und Sand, die von Zinnerz abgewaschen werden
- Gestein, das durch Flotation von Kupfermineralen abgetrennt wird
Im Periodensystem
Gangart ist meist reich an Sauerstoff, Silicium und Aluminium, den häufigsten Elementen der Erdkruste, weshalb Siliciumdioxid und Silicatminerale einen so großen Teil davon ausmachen.