Reduktion: Definition in der Chemie
Reduktion: Aufnahme von Elektronen durch einen Stoff während einer Reaktion, wodurch seine Oxidationszahl sinkt. Sie kann auch Abgabe von Sauerstoff oder Aufnahme von Wasserstoff bedeuten.
Reduktion findet immer zusammen mit Oxidation statt, denn die aufgenommenen Elektronen müssen irgendwoher kommen. Der Stoff, der diese Elektronen abgibt, heißt Reduktionsmittel und wird dabei selbst oxidiert. Durch Reduktion werden die meisten Metalle aus ihren Erzen gewonnen, zum Beispiel wenn Kohlenstoffmonoxid im Hochofen dem Eisenoxid den Sauerstoff entzieht.
Beispiele
- Kupfer(II)-Ionen nehmen Elektronen auf und werden zu metallischem Kupfer: Cu²⁺ + 2e⁻ → Cu
- Eisen(III)-oxid wird im Hochofen von Kohlenstoffmonoxid zu Eisen reduziert
- Chlor nimmt Elektronen auf: Cl₂ + 2e⁻ → 2Cl⁻
- Silberionen werden bei der Herstellung von Spiegeln zu glänzendem metallischem Silber reduziert
Im Periodensystem
Nichtmetalle oben rechts im System, besonders Fluor, Sauerstoff und Chlor, werden am leichtesten reduziert, weil sie bereitwillig Elektronen aufnehmen.