Legieren: Definition in der Chemie
Legieren: Der Vorgang, ein Metall mit einem oder mehreren anderen Elementen zu verbinden, meist durch gemeinsames Schmelzen, um eine Legierung mit verbesserten Eigenschaften zu erhalten.
In einer Substitutionslegierung ersetzen Atome ähnlicher Größe einen Teil der Metallatome, wie Zink im Messing. In einer Einlagerungslegierung passen viel kleinere Atome wie Kohlenstoff oder Stickstoff in die Lücken zwischen den Metallatomen, wie im Stahl. In beiden Fällen verzerren die andersartigen Atome die regelmäßigen Schichten der Metallatome und erschweren deren Gleiten, daher macht Legieren ein Metall meist härter und fester, und es kann auch die Korrosionsbeständigkeit verbessern oder den Schmelzpunkt senken.
Beispiele
- Gibt man etwas Kohlenstoff zu Eisen, entsteht Stahl
- Gibt man mindestens 10,5 % Chrom zu Stahl, wird er rostfrei
- Mischt man Gold mit 25 % anderen Metallen, oft Kupfer und Silber, entsteht härteres 18-Karat-Gold
- Sterlingsilber – 92,5 % Silber, legiert meist mit Kupfer
Im Periodensystem
Metalle, die sich in jedem Verhältnis mischen lassen, stehen im System tendenziell nah beieinander, mit ähnlichen Atomgrößen und derselben Kristallstruktur, wie Kupfer und Nickel.