Instabil: Definition in der Chemie
Instabil: Beschreibt einen Stoff, einen Atomkern oder ein Teilchen, das dazu neigt, sich zu verändern, zu zerfallen, zu reagieren oder zu zerstrahlen, statt zu bleiben, wie es ist.
Eine instabile Verbindung zerfällt leicht, manchmal langsam und manchmal explosionsartig, weil ihre Produkte eine geringere Energie haben. Ein instabiler Atomkern hat ein ungünstiges Verhältnis von Protonen und Neutronen und sendet deshalb Strahlung aus, wenn er in einen stabileren Kern zerfällt. Stabilität ist immer relativ: Diamant ist unter Raumbedingungen weniger stabil als Graphit, doch die Umwandlung ist so langsam, dass sich Diamanten in der Praxis nie in Graphit verwandeln.
Beispiele
- Kohlenstoff-14 – ein instabiles Isotop, das mit einer Halbwertszeit von etwa 5730 Jahren zerfällt
- Wasserstoffperoxid (H₂O₂) zersetzt sich langsam zu Wasser und Sauerstoff
- Kohlensäure (H₂CO₃) in Limonade zerfällt zu Wasser und Kohlenstoffdioxid
- Nitroglycerin kann explodieren, wenn es erschüttert wird
Im Periodensystem
Jedes Element nach Blei (Ordnungszahl 82) hat nur instabile, radioaktive Isotope, und unter den leichteren Elementen gilt das auch für Technetium und Promethium.